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Der Ferrari 365 GTB4 legt eine Karriere hin wie so viele vor und nach ihm: Sie reicht vom konkurrenzlosen Sportwagen bis hin zum heiß umworbenen Klassiker.

Die Öffentlichkeit bekommt auf dem Ferrari-Stand des Pariser Salons 1968 einen Sportwagen aus einer anderen Welt zu Gesicht – den 365 GTB4. Die vom Ferrari-Hausdesigner Pininfarina erschaffenen Linien und Proportionen sind seinerzeit atemberaubend, revolutionär und – wie sich im Lauf der Zeit herausstellt – zeitlos.
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Der 365 GTB4 trägt unter Kennern den Titel „Daytona“. Diesen ehrenvollen Beinamen verdient sich Ferrari durch einen legendären Sieg auf der gleichnamigen Rennstrecke. Am 5. Februar 1967 überqueren drei Ferrari 330 nach 24 Stunden in V-Formation die Ziellinie. Als Ferrari im Jahr danach seinen spektakulären Sportwagen für die Straße vorstellt, jubeln die Sportwagen-Enthusiasten, und schon liegt der Name „Daytona“ auf der Hand. Doch Enzo Ferrari lässt sich wie immer nicht reinreden. Wie bei früheren Modellen bleibt das Werk offiziell bei einer schlichten Kombination aus Zahlen und Buchstaben-Kürzeln: „365“ steht für den Hubraum eines der insgesamt zwölf Zylinder (in Summe also rund 4,4 Liter Hubraum), GTB für die Karosserieform „Gran Turismo Berlinetta“ sowie „4“ für die Anzahl der Nockenwellen.

Konkurrenzlose Fahrleistungen

Die Serienversion beschleunigt in sechs Sekunden auf 100 km/h. Auch darin gilt der 365 GTB4 zu seiner Zeit als konkurrenzlos. Hinzu kommt eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 282 km/h. Der Motor Tipo 251 stellt das beeindruckende Resultat einer weit verzweigten Entwicklung der Ferrari-Zwölfzylinder dar. Vier Nockenwellen, sechs Fallstrom-Doppelvergaser und die Trockensumpf-Schmierung kennzeichnen bereits die Vorgänger der 365 GTB4-Baureihe. Dieser Motor sorgt bei 7.500 U/min für eine Höchstleistung von 352 PS.

Sein Neupreis beträgt bei der Vorstellung 1968 umgerechnet rund 34.000 Euro, bei Produktionsende 1973 etwa 46.000 Euro. Ab 1985 liegt der Wert für einen 365 GTB4 in gutem Zustand schon bei 110.000 Euro, 1990 bei 339.000 Euro, 1995 bei 132.000 Euro und 2003 bei 157.000 Euro.

Bei Ferrari Klassik in besten Händen

Wertvolles technisches Kulturgut wie ein Ferrari 365 GTB4 erfordert zu seiner einwandfreien Funktion und Erhaltung eines besonderen Fachwissens. Seit Anfang 2006 steht Ferrari mit einem Team von Spezialisten bereit, um auch den Liebhabern seiner Klassiker besten Service zu bieten. Die Sonderabteilung Ferrari Klassik mit ihren deutschen Vertragspartnern zertifiziert alle Ferrari-Modelle, die älter als 20 Jahre sind. Für Reparaturen und Restaurierungen sowie für die Nachfertigung von nicht mehr lieferbaren Ersatzteilen hat das Ferrari-Werk in Maranello eine moderne Werkstatt eingerichtet und langjährige Mitarbeiter der frühen Jahre als wichtige Ratgeber gewonnen. Doch auch diese alten, erfahrenen Könner im Werk nennen den 365 GTB4 längst nur noch „Daytona“.

Nach 23 Jahren ohne Vertreter dieser Baureihe, tritt 1996 der 550 Maranello in die Fußstapfen des legendären 365 GTB4. Heute brennt im 599 GTB Fiorano die Glut jenes Ferraris, der seit 40 Jahren Motorsport-Liebhaber betört.

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