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Bizzarrini Bizzarini GTS 4.1 V
Debüt 2005
Technische Details
Hersteller Bizzarrini
Baureihe
Typ Bizzarini GTS 4.1 V
Bauzeit ab 0
Motoren-Hersteller Renault
Motor V8
Hubraum 4100 cm³
Bohrung/Hub 92 / 75.2 mm
Leistung 550 PS / 405 KW
bei 10 U/min
Drehmoment 470 Nm
0 - 100 km/h 3.8s
Vmax360 kmh





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Bizzarrini Bizzarini GTS 4.1 V
Nur sechs Jahre lang, von 1963 bis 1969, tauchte der Name Bizzarini in den Annalen der italienischen Sportwagen-Branche auf. Von dem GT Strada verließen damals insgesamt 149 dieser 275 km/h schnellen Sportwagen die Manufaktur in Livorno. Dem Trend, schon fast vergessene Marken zu reanimieren, wollte sich VGM Motors nicht entziehen und kaufte die Bizzarini-Namensnutzung für ein Sportwagenprojekt. Eigentlich auf Zweirad-Motoren spezialisiert, baute VGM für den Genfer Salon 2005 einen Prototypen auf, dessen Linienführung im Bereich der Gürtellinie an Grifo und Strada erinnert. Der 4,6 Meter lange Sportwagen wartet mit einem enormen Radstand auf: 2,85 Meter, also mehr als vergleichbare Frontmotor-Kollegen wie der Ferrari 599 GTB  ( 2,75 m ) oder der McLaren SLR ( 2,70 m ). Klassisch und fast eine Kopie vom Ferrari 275 GTB: das Heck mit zwei runden Leuchten unter der Abrisskante.

Wie früher dokumentieren überdimensionale Luftaustritts-Öffnungen auf dem Kotflügel zwischen Vorderachse und A-Säule, dass größere Mengen heißer Luft vom Fahrtwind abgesaugt werden müssen. Diese Thermik ist besonders dann zu berücksichtigen, wenn ein Triebwerk ungemein hoch dreht. Statt des ursprünglich vorgesehenen Alpina-V8 mit 500 PS bei 5300/min kam VGM nämlich auf die Idee, einen Renault-Rennmotor einzubauen. Der für die GP2-Serie entwickelte 4-Liter-V8 erfuhr eine Hubraumvergrößerung auf 4,1 Liter. Trotz  der Drosselung von 580 auf 550 PS jubilieren hier immer noch 10.000 Umdrehungen pro Minute ein hohes Lied, das bislang auf keine öffentlichen Straße der Welt von einem Sportwagen zu vernehmen war. Auch das maximale Drehmoment von 470 Nm wird erst bei 7500/min registriert.

Hervorragend passen zu dieser „Drehorgel“ die BBS-Räder mit breiten Pirelli-Walzen ( PZero Rosso 275/30 ZR20 vorn und 335-385/30 ZR20 hinten ). Angesichts einer Preis-Region, die bei gut einer halben Million Euro anzusiedeln ist, verwöhnt das Cockpit mit einer gekonnten Mischung aus sportlichem Flair und noblem Interieur. Das Drücken des Starterknopfes dieses GTS-Gerätes löst Donnerhall und einen Orkan aus. In knapp 3,8 Sekunden fegt der Bizzarini auf Tempo 100, und wenn alle sechs Gänge manuell ausgereizt sind, sollen 360 km/h und vielleicht sogar mehr zu Buche stehen. Die beim Ausdrehen entfachte Geräuschkulisse dürfte einmalig sein. Ab wann der Bizzarini auf Bestellung in Kleinserie gebaut werden soll, steht noch offen.
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