Nach dem Roadster präsentiert die kalifornische Sportwagen-Manufaktur Anteros jetzt auch einen Targa auf C6-Basis und den XTR für den Z06.
Während sich das „Coachbuilding“ von Henrik Fisker auf zeitgemäße Formen festgelegt hat, verpackt der ebenfalls in Kalifonien ansässige Autonarr John Rothman moderne Corvette-Technologie mit einem Outfit, das an Sportwagen der 60er Jahre erinnert. Den Entwurf hierfür lieferten die Künstler Fraklin Burris und Don Johnson sowie der Bildhauer John Allen. Aus diesem Kunstgebilde, das 5000 Arbeitsstunden verschlang, formte 2005 der Designer Roger Hector die automobil umsetzbare Realität: den Anteros Roadster. Bei der Namensgebung stand der Gott der Gegenliebe Pate. Anteros, in der späteren griechischen Mythologie Sohn des Ares und der Aphrodite, erhielt von seinen „Adoptiveltern“ Rothman nebst deren leiblichem Sohn David einen Stier – eine Mischung aus den Emblemen von Red Bull und Lamborghini – als Wappentier, versehen mit den Schwingen eines Adlers.
Wie dieser Mischmasch aus Mythologie und Heraldik bildet auch das Retro-Design der Glasfaserhülle ein Konglomerat. Immerhin stieß es sowohl beim Debüt auf der SEMA 2005 und der Monterey Car Classic Show 2006 auf genügend Gegenliebe, um Anteros Marketing zum Kleinserien-Start zu ermuntern. Auch der XTS Targa, der jetzt vorgestellt wird, basiert auf der Corvette C6, während für den Anteros XTR mit Hardtop Chassis und Triebwerk des C6 Z06 vorgesehen sind.
So reicht die Leistungsskala von 400 PS (LS2 V8) bis zu 655 PS mit Kompressor (Z06-Plattform). Moderne Leichtmetallräder mit fünf Doppelspeichen (18 Zoll vorn, 19 Zoll hinten), ABS und das manuell zu schaltende T56-6-Ganggetriebe oder alternativ die Hydra-Matic sind zeitgemäß. Auch das Interieur (Sitze und Innenverkleidungen aus feinstem Leder, Holz- und Aluminium-Applikationen) mit einer Carbon-Konsole entspricht dem zweiten Jahrtausend. Angesichts von Preisvorstellungen zwischen 125.000 und 135.000 US-Dollars befinden sich die Marktchancen in Nordamerika auf Fisker-Niveau. Ob der Anteros auch in Europa Liebhaber findet, bleibt abzuwarten.