Jack Roush, Diplom-Mathematiker und zunächst als Ingenieur bei der Ford Motor Company tätig, hatte vor 30 Jahren seine eigene Firma gegründet, Vorläufer des heutigen Unternehmens Roush Enterprises mit 1.800 Mitarbeitern. Seine Motoren-Abteilung und Roush Racing besitzen in den USA einen ebenso gute Reputation wie die Ford-Motorsport-Ikone Carroll Shelby. In direkter Konkurrenz zu Shelbys GT stellte Roush jetzt seine Interpretation eines Ford Mustang vor: den 427R. Die magische Zahl „427“ aus der jüngeren Ford-Produkt-Geschichte steht bei Roush für 427 PS, also 115 mehr als in dem serienmäßigen 4.6-Liter-Ford V8 mit drei Ventilen pro Zylinder. Dank eines Kompressors mit Intercooler, geändertem Motormanagement und einer Sportauspuffanlage war dieser Power-Zuwachs für die Roush-Spezialisten eine Routine-Angelegenheit.
Hatte sich Roush anfänglich nur auf die Weiterentwicklung der Ford-Motoren konzentriert, bietet er seit geraumer Zeit ein komplettes Tuning-Spektrum und Accessoires an. So brüstet sich die Mustang-Motorhaube mit einer besonders großen Lufthutze. Front- und Heckspoiler sowie Kotflügelverbreiterungen für die verchromten Leichtmetall-Räder mit breiten „Socken“ sind bei dem Roush-Outfit ebenso unerlässlich wie das weiße Streifen-Design, möglichst auf blauem Grund. Sportfahrwerks-Varianten runden die technische Seite ab.
Im Innenraum darf der Kunde in Leder-Schalensitze, Sportlenkrad, Schalthebel mit Roush-Knauf und Carbon-Einfassungen investieren. Das Wichtigste ist aber eine Plakette im Motorraum, auf der Name des Technikers eingraviert ist, der sich um dieses Triebwerk in Livonia, Michigan, persönlich gekümmert hat.
autogericke.de / 11. September 2006